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KoM
Kölner Graduiertenschule MINT-Fachdidaktiken

 

 

Intention der Graduiertenschule

 

Ziel dieser Maßnahme ist die Förderung des graduierten wissenschaftlichen Nachwuchses im Gebiet der Forschungen in den Fachdidaktiken der MINT-Fächer mit besonderem Bezug zur Sonderpädagogik. Dies ist nicht nur als strukturbildende Maßnahme der Kölner MINT-Fachdidaktiken zu sehen, sondern scheint insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell defizitären Nachwuchslage sinnvoll und notwendig zu sein.

Inhaltlicher Kern ist die Diagnose und Förderung von Lernprozessen mit jeweils verschiedenen Fokussierungen. Die Betreuung durch jeweils zwei HochschullehrerInnen soll dabei zur Sicherung des thematischen Schwerpunkt „theoriegeleitete Diagnose und (individuelle) Förderung“ sowie dem primären Forschungsgegenstand „Sonderpädagogik“ beitragen.

 

Forschungsprogramm

Letztendliches Ziel fachdidaktischer Bemühungen ist die Gewinnung und Nutzung von Wissen über schulische Lehr- und Lernprozesse, um einen maximalen Lernerfolg zu ermöglichen. Dieses Ziel setzt u.a. eine fundierte Diagnose der Prozesse voraus, um darauf aufbauend adäquate Lernarrangements zur Förderung konzipieren zu können. 

Eine adäquate Diagnose und Förderung bedarf einer geeigneten Ausgestaltung der jeweiligen Lernumgebung. Daher beziehen sich die geförderten DoktorandInnen in ihrer Arbeit auf Leitideen für das Handeln von Lehrpersonen, die sowohl für den Lernort Schule als auch für den Lernort Hochschule (Ausbildung der DoktorrandInnen) relevant sind. In den Forschungsprojekten sollen Lehr- und Lernprozesse erforscht und/oder initiiert werden, die 

  • diagnoseorientiert sind, denn eine theoretisch fundierte Feststellung der je spezifischen Fähigkeiten und Defizite von Lernenden ist eine sinnvolle Grundlage, auf der erfolgreiche Entscheidungen für weitere Lernprozesse getroffen werden können,
  • kompetenzorientiert sind, denn der Erwerb von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen zur Bewältigung von Aufgaben und Problemen ermöglicht die erfolgreiche Auseinandersetzung mit den vielfältigen Herausforderungen in Schule, Berufs- und Lebenswelt,
  • förderorientiert sind, denn die bestmögliche Förderung der individuellen Potentiale der Lernenden in gesellschaftlicher Perspektive ist eine zentrale Aufgabe von Schule, und
  • kooperativ sind, denn der (fächerübergreifende) Austausch zu den jeweiligen Stärken und Schwächen der Lernenden ermöglicht ein differenziertes Bild des Einzelnen.

Diese Leitideen gilt es in den jeweiligen (auch fächerübergreifenden) Forschungsprojekten der geförderten DoktorandInnen und in ihrer Ausbildung selbst (als SchülerInnen der jeweiligen HochschullehrerInnen) zu berücksichtigen. 
Die zwei Stützpfeiler „theoriegeleitete Diagnose“ und „(individuelle) Förderung“ können (neben dem Forschungsgegenstand „Sonderpädagogik“) dabei mit unterschiedlicher Gewichtung in die Projekte einfließen: als theoriegeleitete Erforschung von Lernprozessen, um diese neu bzw. anders verstehen zu können bis hin zu Design-Research-Experimenten, deren Kern der Einsatz und die stete Weiterentwicklung konkreter Lernumgebungen ist. Finales Ziel ist dabei, dass die Ergebnisse erstgenannter Ansätze zur interpretativen Rekonstruktion letztgenannter einfließen und sich somit die einzelnen Forschungsarbeiten ergänzen.

 

Das ausführliche Konzeptpapier finden Sie hier.